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(Simone Philipp, ETC, Bild: Barbara Schmiedl, ETC)

One Billion Rising: Grazer_innen tanzen gegen Gewalt

ONE BILLION RISING wurde kreiert, um der ganzen Welt Stärke zu demonstrieren und zu zeigen, wieviele sich über alle Grenzen hinweg miteinander solidarisieren. Jedes Jahr am 14. Februar gehen Aktivistinnen und Aktivisten auf die Straße und TANZEN - nicht zufällig am Tag der Liebe, da Gewalt an Frauen meist von jenen verübt wird, die ihnen am nächsten stehen.

Eine Milliarde - ONE BILLION - tanzender Frauen und Männer: So soll das Bild durch die Welt gehen. In Graz trugen Brigitte Hinteregger in Vertretung für das Unabhängige Frauenbeauftragten Kollektiv/Grazer Frauenrat und Gabriele Metz, Leiterin der Ombudsstelle für Frauen und Mädchen der Stadt Graz, erstmals gemeinsam die Organisation für One Billion Rising 2017. Die Veranstaltung war gut besucht, einige beteiligten sich auch an der Choreographie, die Tänzer_innen der NMS Lassnitzhöhe und der ÖH Uni Graz vorführten, die Nichttänzer_innen lauschten frierend den Solidaritätsadressen der Ehrenvorsitzenden und Kooperationspartner_innen.

(15. Februar 2017)

 

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Website: One Billion Rising Graz...

 

 

 

 

Sind Sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden?

Möchten Sie Erfahrungen, die Sie bei Polizei und Gericht gemacht haben, mit uns teilen?

Melden Sie sich bitte bei uns für ein vertrauliches persönliches Gespräch. Alles, was Sie uns sagen, wird nur anonymisiert verwendet. Das Gespräch findet an einem für Sie passenden Ort statt.

Wir, das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie Graz (ETC) möchten erfahren wie es Verbrechensopfern im Verfahren gegangen ist. Im Auftrag der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) führen wir eine Studie zu den Rechten von Verbrechensopfern im Strafjustizsystem durch.

In dem persönlichen Gespräch geht es um die Einvernahme bei der Polizei, um Unterstützung durch Opferhilfeeinrichtungen sowie um das Verfahren und dessen Ergebnis. Das Verbrechen selbst wird nicht thematisiert.

Wir suchen konkret erwachsene Opfer von Gewaltverbrechen, auf die folgende Kriterien zutreffen:

  • Volljährigkeit zum Zeitpunkt des Verbrechens
  • Die Anzeige des Verbrechens erfolgte 2015 oder später
  • Der Fall ging bis zu Gericht

Aus diesen Gesprächen wird Wissen über die Lage der Opfer von  Gewaltverbrechen im österreichischen Strafjustizsystem ermittelt und – zusammen mit Verbesserungsvorschlägen – an die EU Grundrechteagentur weitergegeben.

Für weitere Fragen zum Interview oder zur Studie oder bei Interesse melden Sie sich bitte bei Isabella Meier (per E-Mail oder telefonisch unter 0316 380 1531).

(1. Februar 2017)

 

 

 

(Bild: Freeimages.com/Leanne Rook)

Kein Wahlkampf auf Kosten der Menschenrechte!

Im Wahlkampfmonitoring des Gemeinderatswahlkampfs Graz 2017 legt der Menschenrechtsbeirat ein vorläufiges Gesamtergebnis vor:

Die Parteien haben insgesamt 14 Themen in den politischen Diskurs eingebracht, welche unmittelbare Menschenrechtsrelevanz aufweisen und analysiert wurden: Demokratie, Teilhabe, Transparenz; Jugend und Kinderbetreuung; Arbeit, Wirtschaft, Unternehmen, Stadt als Arbeitgeberin; Verkehr, Mobilität, Infrastruktur, IT und Datenschutz; Kunst und Kultur; Alter, Pflege, Generationen; Gesundheit; Migration, Integration; Wohnen; Sicherheit, Frieden;Armutsbekämpfung und -prävention, Glückspiel; Frauen, Geschlechtergerechtigkeit; Nicht-Diskriminierung; Bildung.

In diesen Themenbereichen konnten sehr viele Gemeinsamkeiten beobachtet werden, was, bei aller Unterschiedlichkeit und Akzentuierung der Parteien, von einem breiten Konsens zur Wichtigkeit kommunalpolitischer Arbeit zeugt. Wenngleich Graz als Menschenrechtsstadt nicht zum Programm gemacht wird, so ist der gesamte Wahlkampf mit seinen Themen und Positionen der Menschenrechtsstadt Graz würdig. Zu betonen ist auch, dass alle Parteien in ihren Programmen auf Menschenrechte ausdrücklich verweisen.

Vorläufige Ergebnisse

Dem gesamten Wahlkampfdiskurs wird vom Menschenrechtsbeirat zum derzeitigen Stand aufgrund seiner an den BürgerInnen ausgerichteten Politik im Geiste der Menschenrechte, der Ausgewogenheit und Breite der Diskussion, seiner kommunalen Relevanz und dem Fehlen an unverhältnismäßiger Aggressivität eine grüne Ampel vergeben.

Der Wahlkampf der FPÖ hat eine Sonderstellung. Obwohl thematisch gegliedert und in diesen Themen durchaus sachlich geführt, ist bei Gesamtbetrachtung klar erkennbar, dass es sich um einen „Ausländerwahlkampf“ handelt. Beinahe alle Sachthemen führen hin zur Abgrenzung zwischen „Eigenem und Fremdem“. Der Diskurs ist als rassistisch einzustufen, weil er eine Überlegenheit des „Eigenen“ suggeriert und Unterscheidung aufgrund der Herkunft postuliert.  Aus diesem Grund stehen in den einzelnen Bereichen 152 grünen Ampeln sieben gelbe und eine rote gegenüber (vorläufiges Gesamtergebnis). Allerdings ist zu betonen, dass - mit Ausnahme des Themenbereichs "Bildung" - die rote Linie dabei nicht überschritten wird, insbesondere die Eignung, Hass zu erzeugen, fehlt. Es ist ein eindeutiger Unterschied zum Wahlkampf 2007/8 in dieser Hinsicht festzustellen.

So hat der Wahlkampf auch nicht zu einer signifikanten Zahl an gemeldeten Übergriffen geführt, was aus Sicht des Menschenrechtsbeirates das wichtigste Kriterium ist. Die Wählerinnen und Wähler können offensichtlich zwischen ausgrenzender Rhetorik und Hetze unterscheiden. Außerdem haben sich alle anderen Parteien klar gegen die von der FPÖ vertretenen Positionen der Aus- und Abgrenzung positioniert.

(26. Jänner 2017)

 

Website Wahlkampfbarometer...

Wahlkampfmonitoring Graz 2017: Vorläufiges Gutachten... (pdf)

 

 



(Graphik: Jantscher, Bild: Foto Fischer/Stadt Graz)

Neunter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz: Neue Empfehlungen

Der Neunte Menschenrechtsbericht der Stadt Graz wurde heute von Elke Lujansky-Lammer, der Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz, Gemeinderat Peter Piffl-Percevic in Vertretung von Bürgermeister Siegfried Nagl und Klaus Starl, Mitglied des Beirates und Geschäftsführer des ETC Graz vorgestellt. 

Der Bericht erscheint erstmals auch in Kurzform und einfach verständlicher Sprache gemäß den Vorgaben des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Die wichtigsten Themenbereiche sind Jugendarbeit, Gewaltprävention, Rassismus, Extremismusprävention und Integration von Flüchtlingen. In diesen Themenfeldern richtet der Menschenrechtsbeirat einschlägige Empfehlungen an Gemeinderat und Stadtregierung zur Umsetzung in den kommenden Jahren:

Rassismus

Im aktuellen Menschenrechtsbericht wird das öffentliche Klima wie auch der politische Diskurs hinsichtlich Rassismus als nicht unproblematisch eingestuft. Eine deutliche Steigerung der Übergriffe im öffentlichen Raum ist zu verzeichnen. Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz empfiehlt, für die Jahre 2016-18 ein neues Zehn-Punkte-Programm gegen Rassismus und Diskriminierung zu entwickeln.

Integration von Flüchtlingen

Ein erstklassiges Krisenmanagement und damit ein ebensolches Zeugnis wird der Stadt Graz im Vergleich zu anderen europäischen Städten in der Versorgung der ankommenden Flüchtlinge ausgestellt. Hier habe die Zusammenarbeit mit allen, vor allem Nichtregierungs-Organisationen, vorbildlich funktioniert. "Hier sind wir nun in einer nächsten Phase, die längerfristige Unterbringung, Versorgung etc. beinhaltet. Die Empfehlungen dazu lauten, "dass bereits für AsylwerberInnen Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zu Basisbildung und Qualifikationsangeboten geschaffen werden muss", erklärte Starl. Im Bereich der Sprachangebote hätte die Stadt schon gute Initiativen gesetzt.

Prävention von Gewalt gegen Frauen

Eine traurige Tatsache konnte auch im vorliegenden Bericht nicht entschärft werden. Gewalt gegen Frauen, sexistische Darstellung in Medien, Besachwaltung, um nur einige Punkte zu nennen, ist nach wie vor vorhanden, ebenso das Faktum, dass immer weniger Frauen von ihrem Einkommen leben können. Aber gerade in diesem Bereich hat die Stadt mit der Einrichtung des Referats für Frauen und Beschäftigung und der Gründung des Fonds für Arbeit und Beschäftigung deutliche Signale gesetzt. Im Bereich der Pflege im Alter konnte mit der Einrichtung der Pflegedrehscheibe am Areal der GGZ ebenfalls ein innovativer Schritt gesetzt werden.

Hier lauten die Empfehlungen (auszugsweise):

- Das Thema muss im Diskurs bleiben

- Mädchenförderung und Förderung von Burschen (Wie ist meine Rolle? Wo sind Grenzen? ...)

- Entwicklung und Einführung eines Menschenrechtsmodells schon im Kindergarten und in der Volksschule - also möglichst früh

- Weiterhin die Berücksichtigung des Genderthemas bei baulichen Maßnahmen, beispielsweise im öffentlichen Raum

Jugendarbeit

Es seien hauptsächlich strukturelle Entwicklungen, die bestimmte Gruppen (z.B. Jugendliche, die noch nie am Arbeitsmarkt tätig waren) ins Abseits drängen. Hier wird ein signifikanter Mangel an personellen Ressourcen attestiert, auch eine Bedarfserhebung wäre dringend notwendig, ebenso wie niederschwellige Angebote, der Ausbau des interkulturellen Angebots sowie jene eines öffentlichen Raums zum Erwachsenwerden (ohne Konsumationszwang etc.).

Extremismusprävention

Antidemokratische Strömungen machen auch vor den Toren von Graz nicht halt. Dazu lautet die entscheidende Frage, wie man Menschen gewinnen kann, sich für das demokratische Zusammenleben wieder begeistern zu können. Die BetreuerInnen in diesem Bereich würden selber Unterstützung brauchen.

Die Empfehlungen lauteten unter anderen: Verbale Abrüstung und Sprachsensibilität wie ebenfalls Bildungsangebote für Betreuende sowie Vernetzung und ExpertInnenaustausch. 

  

Online verfügbar ist der Bericht hier und auf der Website der Stadt Graz.

(7. Dezember 2016)

 

Neunter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz... (pdf)

Neunter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz - LEICHTER LESEN... (pdf)

 

 

 

 

 

 

 

Menschenrechte VERORTEN - Menschenrechtsrundgänge zum Menschenrechtstag und Internationalen Tag der MigrantInnen

Zum Ausklang des Jubiläumsjahres "15 Jahre Menschenrechtsstadt" erkunden wir die Stadt: Die Reihe "Menschenrechte verorten" bietet zwischen 10. und 20. Dezember sechs Stadtrundgänge mit menschenrechtlichem Schwerpunkt. Von der Putzaktion beim Menschenrechtsweg im Leechwald übers Annenviertel bis zum Gedenkrundgang, von den GastarbeiterInnen der 1960er und 70er-Jahre über die Arbeits- und Lebensbedingungen heutiger MigrantInnen bis bis zu afrikanischen Spuren in Graz fragen wir nach, wie sich Menschenrechte in täglichen Leben der alteingesessenen und zugroasten GrazerInnen niederschlagen.

 

Putz dir deine Menschenrechte!
10.12.2016 | 14:00 | Treffpunkt: Hilmteich
Lisa Heschl, Uni-ETC
Elke Lujansky-Lammer, Menschenrechtsbeirat
Selbstermächtigung & Sozioökonomie im ANNENViERTEL
13.12.2016 | 15:00 | Treffpunkt: Hier-ist-Platz-Platz, Mariahilferstraße/Ecke Stockergasse
Maria Reiner, Verein Stadtteilprojekt Annenviertel und MANAGERIE
Verfolgung und Vertreibung
15.12.2016 | 15:00 | Treffpunkt: Mariahilfer Platz, vor dem Kircheneingang
Daniela Grabe, Verein für Gedenkkultur in Graz
Unter fremdem Himmel
17.12.2016 | 15:00 | Treffpunkt: Mariahilferplatz
Joachim Hainzl, Xenos
„Govori mi od Griesplatza“ - MigrantInnen in Graz, mit speziellem Blick auf das „rechte Murufer“
18.12.2016 | 14:00 | Treffpunkt: Nördlicher Griesplatz/Einmündung Griesgasse
Edith Zitz, inspire thinking
Afrika in Graz
20.12.2016 | 14:00 | Treffpunkt: Chiala, Griesplatz 13
Kamdem Mou Poh à Hom, Chiala


KooperationspartnerInnen:
MigrantInnenbeirat der Stadt Graz
Annenviertel
Verein für Gedenkkultur in Graz
Xenos
inspire thinking
Chiala
Die Rundgänge „Menschenrechte verorten“ werden aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für Politischen Bildung (ÖGPB) unterstützt.

(1. Dezember 2016)

 

 

 

 

 

 

 

WOZU Menschenrechte?

Menschenrechtsdialog
14. Dezember 2016 | 19:30 | GrazMuseum, Sackstraße 18

mit Cordula Simon, Autorin, und Ronald Frühwirth, Anwalt.

Außerhalb unserer Echokammern treffen wir immer wieder auf Menschen, die uns diese Frage stellen: WOZU MENSCHENRECHTE?
Die einen mit kummervollem Blick, der uns sagt: Ja eh schön, die Idee, aber halt leider leider nicht durchzusetzen, das Leben schaut doch ganz anders aus. Die anderen mit eher aggressivem Ton: Die Leut haben eh schon viel zu viele Rechte, das gehört alles eingeschränkt, weil jeder pocht auf seine Rechte, aber Pflichten will keiner.
Zeit also, dass wir uns diese Frage auch selbst stellen: WOZU MENSCHENRECHTE? Cordula Simon, Autorin mit konzentriert genauem Blick, und Ronald Frühwirth, Anwalt mit Neigung zu Menschenrechten in wissenschaftlicher Theorie und anwaltlicher Praxis, sind die Gesprächspartner an diesem Abend.

Rahmenprogramm:

MENSCHENRECHTE wörtlich nehmen - Interventionen im öffentlichen Raum von Andrea Ressi, Daily Rhythms Collective, Mario Tomić, Max Höfler, Miriam Raggam-Alji, Petra Sterry, Wolfgang Temmel, zweintopf, zweite liga für kunst und kultur
ASYLDRACHEN
Idee und Konzept von Norbert Prettenthaler, Ausführung: Darvish Darvishi, Gestaltung: Manfred Url, Daimond Rai, Familie Hasani, Darvish Darvishi, Ousman Bah, Raiza Agamerzaeva, Familie Aloeva ua.

Im Anschluss laden Bürgermeister Siegfried Nagl und Stadträtin Lisa Rücker zu einem kleinen Buffet.

Eine Veranstaltung des ETC Graz zum Tag der Menschenrechte in Kooperation mit dem Afro-Asiatischen Institut Graz und dem GrazMuseum

sowie der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, dem Grazer Büro für Frieden und Entwicklung, der Liga für Menschenrechte Steiermark, dem Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz, dem MigrantInnenbeirat der Stadt Graz, mur.at - initiative netzkultur und dem UNI-ETC.

(1. Dezember 2016)

 

Flyer... (PDF)

 

 

 

 

Advent, Advent...

Wir folgen dem Trend der Zeit und öffnen heute das erste Türchen des  Adventkalenders - unseres eigenen!

Tag für Tag einen Artikel der Algemeinen Erklärung der Menschenrechte, Tag für Tag interessantes Wissen, Links, Filme, Bilder dazu. Interessiert? Einfach unseren Adventkalender anklicken. Alle Tage wieder.

Und nein, zu gewinnen gibt's nichts. Außer Erkenntnis.

(1. Dezember 2016)

 

 

 

 

(Graphik: FRA)

Vertrauen, Effektivität und Rechtsstaatlickeit

Michael O’Flaherty, Direktor der Agentur für Grundrechte der Europäischen Union (FRA), stellte zwei neue Studien der FRA vor, die untersuchen, wie sich die Anwendung von EU-Gesetzen in unterschiedlichen nationalen Kontexten auf Menschen in Strafverfahren und Vollzug, vor und nach der Verhandlung, auswirken. Die Studien zeigen auch, wie der Schutz von Rechten das Vertrauen zwischen Mitgliedsstaaten in grenzüberschreitenden Fällen fördern kann und wie diese Gesetze die Wahrnehmung von Grundrechten in der EU wesentlich verbessern können.

“Der Schutz von Menschen in Strafverfahren ist ein Merkmal von fairen Justizsystemen", stellt O-Flaherty fest. "In Fragen der grenzüberschreitenden Justiz müssen wir das Vertrauen zwischen den nationalen Gerichtsbehörden stärken. Nur so können wir sicherstellen, dass Menschen fair behandelt werden."

Rights of suspected and accused persons across the EU: translation, interpretation and information untersucht die Rechte von Verdächtigen und Angeklagten auf Information, Übersetzung und Dolmetschung. Diese Rechte gewährleisten die effektive Teilnahme im Strafprozess und insgesamt Fairness im Verfahren, unabhängig davon, wo in der EU ein Verfahren stattfindet.

Criminal detention and alternatives: fundamental rights aspects in EU cross-border transfers untersucht Fragen von Strafhaft und Alternativen im grenzüberschreitenden Transfer. Wechsleseitige Anerkennung zwischen Mitgliedsstaaten basiert auf Vertrauen, das seinerseits sehr stark von den Grundrechten abhängt. Beispielsweise sollten in Übereinstimmung mit Menschenrechtsstandards Haftstrafen als letzte Möglichkeit und verstärkt Alternativen eingesetzt werden, da diese nicht nur die Reintegration förden, sondern auch oft billiger als Haftstrafen sind.

Beide Berichte halten darüber hinaus fest, dass Strafverfahren auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen oder Kindern, in Übereinstimmung mit europäischen und internationalen Standards, berücksichtigen sollten. Dies umfasst die Zugänglichkeit von Information über individuelle Rechte sowie sicherzustellen, dass Menschen zu Plätzen mit angemessenen Haftbedingungen überstellt werden.

Ebenfalls online verfügbar sind die Länderstudien aus allen EU-Mitgliedsländern, auf denen die Berichte beruhen. Sämtliche Länderstudien finden Sie auf der FRA-Website, die Österreich betreffenden auch hier:

Veronika Apostolovski, Markus Möstl (2015): The right to interpretation and translation and the right to information in criminal proceedings in the EU (= FRANET Country Study Austria, 2015/1)

Veronika Apostolovski, Markus Möstl (2015): Rehabilitation and mutual recognition – practice concerning EU law on transfer of persons sentenced or awaiting trial (= FRANET Country Study Austria, 2015/2)

(17. November 2016)

 

 

 

 

 

Wir trauern um

 

Klaus Gartler,

stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz.

 

Der Architekt und ehemalige Grazer Stadtrat DI Klaus Gartler war Gründungsmitglied und langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Beirates. Mit seinen Detailkenntnissen von Politik und Verwaltung in Graz und seinem menschenrechtlichen Engagement, das er auch als Vorsitzender der Liga für Menschenrechte in der Steiermark lebte, war Klaus Gartler uns Freund und unersetzliche Stütze in unserer Arbeit.

 

Elke Lujansky-Lammer

Vorsitzende

für den Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz

 

 

Die Verabschiedung findet am 7. Oktober um 13 Uhr am Friedhof St. Peter statt.

 

 

 

 

(Max Höfler im Interview, Foto: ETC/Schmiedl)

MENSCHENRECHTE wörtlich nehmen

Ein Projekt von mur.at initiative netzkultur in Kooperation mit MenschenrechtsexpertInnen des ETC Graz und des UNI-ETC der Universität Graz.

Künstlerische Einschaltungen im öffentlichen Interesse, ausgehend vom Text der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948), auf den Infoscreens in den Grazer öffentlichen Verkehrsmitteln und auf der Video Wall am Jakominiplatz.

In einer Gegenwart, die von einer globalen Migrationsbewegung noch unabsehbaren Ausmaßes geprägt ist, in der ganz bewusst Ängste von rechts außen geschürt werden und sich dieser Konflikt auf einer sprachlichen Ebene in gezielt eingesetzten Schlagworten manifestiert, nimmt mur.at die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 wörtlich: Als Leitlinie für ein menschenwürdiges Miteinander in Politik und Alltag wird der Text der Erklärung zum Ausgangspunkt künstlerischer Stellungnahmen im öffentlichen Raum der „Menschenrechtsstadt Graz“.

Gesellschaftspolitisch engagierte Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten, bildende und darstellende Kunst sowie Literatur, wurden eingeladen, gemeinsam mit MenschenrechtsexpertInnen des ETC und des UNI-ETC Fragen aufzuwerfen, Lösungsansätze zu diskutieren und diesen auf einen Perspektivenwechsel ausgerichteten inhaltlichen Austausch im Dialog mit der Öffentlichkeit fortzusetzen.

Als Resultate dieses Prozesses einer differenzierten Auseinandersetzung haben die zeitgenössischen KünstlerInnen, die alle über einen persönlichen Graz/Steiermark-Bezug verfügen, „Einschaltungen im öffentlichen Interesse“ entwickelt, die sich der Herausforderung stellen, inmitten der Bilder- und Textflut des Infotainment-Mediums gegen die Alltagswahrnehmung und auch gegen stereotype Denkmuster anzutreten.

(7. Oktober 2016)

 

Mehr dazu...

Flyer... (pdf)

Projektwebsite...

 

 

 

(Fotos: ETC Graz/Schmiedl, Heschl)

Information und Begegnung

Der Lange Tag der Flucht 2016 am 30. September 2016, wie alle Jahre ausgerufen vom UNHCR, brachte für über 70 SchülerInnen der BULME Gösting, der Landesberufsschule Mureck und des BG Seebacher kompakte Informationen zum Kontext von Flucht und zum Asylsystem in Österreich und in der EU, Nachdenken über Menschenrechte, angeregte Diskussionen und die Begegnung mit Menschen, die es von Mossul im Irak nach Graz verschlagen hat.

In den Workshops „Menschenrechte auf der Flucht?“ erarbeiteten die SchülerInnen, zum Teil gemeinsam mit AsylwerberInnen, menschenrechtliche Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit den Themengebieten Migration, Flucht und Asyl ergeben. Zur Vorbereitung hielten die WorkshopleiterInnen Lisa Heschl (Uni-ETC) und Barbara Schmiedl (ETC Graz) in den Schulen Vorträge über Vertreibung und Fluchtbewegungen und deren Gründe weltweit und erläuterten das Asylsystem in der EU (Stichwort Dublin) sowie insbesondere das Asylverfahren in Österreich, das für lebhafte Diskussionen in den Klassen sorgte. In den Workshops am ETC erarbeiteten die SchülerInnen nicht nur in Gruppen Fragen zu den Grenzen der Meinungsäußerungsfreiheit und zum Recht auf Bildung, sondern hatten zum Teil auch die Möglichkeit, im Gespräch mit AsylwerberInnen die erhaltenen Informationen auf ihre Auswirkungen im Alltag von Flucht und Asylverfahren abzuklopfen. Lobna Al Jeheschi und Ahmed Al Nuaimi, beide ehemals LehrerInnen im Irak, beschrieben ihr Leben in Mossul vor und während der Herrschaft des ISIS, erzählten von ihrer Flucht mit drei kleinen Kindern, ihrer Ankunft in Österreich im Oktober 2015 und schließlich von ihrem Leben in Graz.

(5. Oktober 2016)

 

 

 

 

 

 

 

(Graphik: FRA)

Grundrechtebericht 2016 - FRA-Stellungnahmen nun auf Deutsch

Im Jahr 2015 haben die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten zahlreiche Maßnahmen für die Wahrung und Stärkung der Grundrechte ergriffen und durchgeführt. Der von der FRA vorgelegte Grundrechte-Bericht 2016 bietet eine Zusammenfassung und Analyse der wichtigsten einschlägigen Entwicklungen, wobei sowohl die erzielten Fortschritte als auch die nach wie vor bestehenden Hindernisse beleuchtet werden.

Darüber hinaus äußert sich die FRA in dieser Veröffentlichung zu den wichtigsten Entwicklungen in den genannten Themenbereichen und gibt einen Überblick über die ihren Stellungnahmen zugrunde liegenden Evidenzdaten. Insgesamt bietet diese Veröffentlichung einen knappen, aber informativen Überblick über die größten Herausforderungen, mit denen die EU und ihre Mitgliedstaaten im Bereich der Grundrechte konfrontiert sind.

Die Stellungnahmen ("opinions") der Grundrechteagentur liegen nun in allen offiziellen Sprache der Europäischen Union vor.

(23. September 2016)

 

 

 

 

 

 

(Graphik: FRA)

Menschenrechte in Zeiten der Migration: Monthly Updates der Grundrechteagentur

Die Grundrechteagentur der Europäischen Union (FRA) hat soeben das neueste ihrer monatlichen Updates zu Grundrechtsfragen in Bezug auf Migration veröffentlicht. Seit Oktober 2015 sammeln die Nationalen Kontaktstellen der FRA in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Slowenien und Schweden Daten zu einer Vielfalt von Themen, wie zum Beispiel Neuankünfte, strafrechtliche Verfolgung, Registrierung bei der Ankunft und Verfahren, Aufnahmebedingungen, Schutz von Kindern, Reaktionen juristischer, sozialer und politischer Art sowie Hassparolen. 2015 wurden die Erkenntnisse wöchentlich, seit Jänner 2016 werden sie monatlich veröffentlicht.

Seit März 2016 enthält jedes Monthly Update auch einen Themenschwerpunkt: 

Während es in Hinblick auf Aufnahme und Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen große Unterschiede gibt, scheinen die meisten Städte und Gemeinden einige Herausforderungen zu teilen: Hier geht es einmal um die offensichtlichen Bedürfnisse nach angemessener Unterbringung und Bildung, wobei Letzteres sowohl die Einschulung von Kindern als auch Sprachunterricht umfasst. Auf sehr unterschiedliche Weise betroffen sind die lokalen öffentlichen Haushalte und lokale Unternehmen, und die Reaktionen der lokalen Bevölkerung decken die Bandbreite von sehr positiv bis sehr negativ ab - was oft in direktem Zusammenhang steht mit der Informationspolitik der lokalen Verwaltungen.

(23. September 2016)

 

Mehr dazu (auf Englisch):

Monthly data collection: July 2016...

Thematic focus: Impact of the asylum crisis on local communities...

 

 

 

 

(Foto: FreeImages/Mohammed Shaker)

Jetzt auf Deutsch: Schwere Formen der Arbeitsausbeutung

Stundenlohn ein Euro? Arbeitstag 12 Stunden, sechs bis sieben Tage die Woche? Kein Urlaubsanspruch? Rausschmiss bei Krankheit?

Das alles gibt es - nicht nur irgendwo auf der Welt, sondern hier, mitten unter uns, in Österreich, in der EU. Die schwere Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte aus der EU oder Drittstaaten ist weit verbreitet, bleibt jedoch häufig unbemerkt. Die meisten KonsumentInnen machen sich nicht bewusst, dass die Produkte, die sie in Supermärkten und Geschäften kaufen, oder die Dienstleistungen, die sie in Hotels und Restaurants in Anspruch nehmen, womöglich von ausgebeuteten Arbeitskräften hergestellt bzw. erbracht werden.

Ausbeutung findet in zahlreichen Wirtschaftszweigen statt und betrifft die unterschiedlichsten Gruppen von Arbeitskräften. So werden beispielsweise Frauen und Männer aus Rumänien in Ungarn bei der Kartoffelernte ausgebeutet, Frauen aus Ländern südlich der Sahara in Frankreich als Au-pairs, portugiesische Männer in den Niederlanden im Straßenbau, nordkoreanische Männer als geringqualifizierte Arbeitskräfte auf polnischen Werften und Obstpflücker aus Bangladesch und Pakistan im Süden Griechenlands.

Die Agentur für Grundrechte der Europäischen Union (FRA) hat letztes Jahr die Studie Severe labour exploitation: workers moving within or into the European Union. States’ obligations and victims’ rights samt Länderberichten der 21 untersuchten Staaten, darunter auch Österreich, veröffentlicht. Nun liegt auch die Zusammenfassung der Ergebnisse in 23 EU-Sprachen, darunter auch Deutsch, vor: Schwere Formen der Arbeitsausbeutung: Arbeitskräfte aus der EU oder Drittstaaten.

(27. Juli 2016)

 

 

 

 

(Fotos: Schmiedl/ETC Graz)

Fackellauf der Menschenrechtsstädte: „We are Dignity!“

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sieht in der Anerkennung der angeborenen Würde aller Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Friede in der Welt. Das Europäische Trainingszentrum für Menschenrechte und Demokratie der Karl-Franzens-Universität Graz (UNI-ETC) und das ETC Graz luden, gemeinsam mit zahlreichen lokalen und nationalen Organisationen, dazu ein, diesen Grundsatz mit einem Fackellauf in Erinnerung zu rufen. Prominente und nichtprominente GrazerInnen folgten Fackelträger Gerhard Schwab, Teilnehmer der Special Olympics, beim Torch of Dignity-Marsch vom Platz der Menschenrechte zum Grazer Uhrturm.

Reden hielten am Start GR Andreas Molnár (in Vertretung von Bügermeister Siegfried Nagl) und am Ziel die Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirates, Elke Lujansky-Lammer. Beim Refugee Camp of Hope vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl trug Amer einen berührenden Text des irakischen Journalisten Rafed Almanhalawi auf Arabisch und Deutsch vor. Für die Jugendplattform Kenne deine Rechte und die Initiatorin Peoples' Movement for Human Rights Education/PDHRE filmten Tom Beck (Kenne deine Rechte) und Denise Riedler (Österreichische Liga für Menschenrechte) das Event.

Der Fackellauf war Teil einer weltweiten Aktion, die von Shulamith König, UN-Menschenrechtspreisträgerin 2003, ins Leben gerufen wurde. So werden nach dem Start in Kotauratla (Indien) Mitte Juni ähnliche Veranstaltungen in Menschenrechtsstädten auf der ganzen Welt stattfinden, um ein starkes Zeichen für den Respekt vor der Menschenwürde zu setzen. Zur Eröffnung der Paralympischen Spiele kommenden September wird ein Film mit den stärksten Momenten aller Events weltweit als Solidaritätsaktion in den Favelas von Rio de Janeiro gezeigt.

(15. Juli 2016)

 

Minifolder: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte... (pdf)

Minifolder: Universal Declaration of Human Rights... (pdf)

Minifolder: Universal Declaration of Human Rights ARABIC... (pdf)

Coming soon: Der Film zum Event...

 

 

 

(Foto: ©MCG/Wiesner)

Congress Award 2016: Preis für Menschenrechtsforum

Simone Philipp als hauptverantwortliche Organisatorin des Internationalen Forums "Schwerpunkt Menschenrechte", das im Mai 2015 VertreterInnen aus europäischen Gemeinden und Regionen mit MenschenrechtsexpertInnen zusammenbrachte, um die Umsetzung von Menschenrechten auf lokaler Ebene zu diskutieren, konnte bei der Gala am 23. Juni 2016 den Congress Award Graz 2016 in der Kategorie "Außergewöhnliche Einzelveranstaltungen" entgegennehmen.

Der Preis würdigt Veranstalterinnen aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen, die sich bei der Durchführung von Tagungen und Kongressen in Graz als Botschafterinnen der Stadt – lokal, national und international – verdient gemacht haben.

(27. Juni 2016)

 

 

 

 

 

(Fotos: Daniela Schmid/Kenne deine Rechte)

"Stop singing Kum ba yah and lift your butts!"

SchülerInnen der Grazer Schulen GIBS / Graz International Bilingual School, HLW Sozialmanagement und BG/BRG Klusemannstraße hatten im Zuge der Konferenz Women for Peace am 3. Juni 2016 die Gelegenheit, die Friedensnobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú Tum, Leymah Gbowee und Jody Williams zu treffen.

Inhaltlich auf die Begegnung vorbereitet hatten sich die SchülerInnen in Intensivworkshops des ETC Graz mit Simone Philipp und Barbara Schmiedl, und gemeinsam mit ihren LehrerInnen erarbeiteten sie Plakate zu den Konferenzthemen "Sexualisierte Gewalt" und "Diskriminierung von Frauen". Weitere Plakate befassten sich mit den Themenbereiche der Menschenrechte im Allgemeinen und ihrer Umsetzung in der Menschenrechtsstadt Graz und zeigten Portraits der drei Nobelpreisträgerinnen und der Autorin Jennifer Teege, die ebenfalls an der Konferenz teilnahm. Für die Veröffentlichung verfassten sie zusätzlich kurze Statements, in denen sie Gedanken und Intentionen zu ihren Werken festhielten.

Bei der Konferenz nutzten die SchülerInnen die Gelegenheit, Leymah Gbowee durch die Ausstellung Women, Peace and Human Rights im Foyer des Grazer Stefaniensaals zu führen und hatten anschließend auch die Möglichkeit, allen drei Aktivistinnen bei einem Speakers' Corner Fragen zu stellen. Alle drei gingen sehr persönlich auf die Jugendlichen ein, und ihre kurzen motivierenden Ansprachen lassen sich am besten mit den Worten von Jody Williams zusammenfassen: "Stop singing Kum ba yah, stop writing bad peace poetry, lift your butts and start action!"

Redakteurinnen von Kenne deine Rechte, der Jugendplattform des Grazer Menschenrechtsbeirates, begleiteten die Konferenz journalistisch. Ein erster Bericht von der Pressekonferenz und eine Fotostrecke mit der kompletten Ausstellung sind bereits online, weitere Berichte und Interviews folgen.

(6. Juni 2016)

 

Radiobeitrag zu Konferenz und Schulprojekt auf Radio Helsinki am 19. Juni 2016

Ausstellung online: Women, Peace and Human Rights...

Ausstellung Women, Peace and Human Rights: 7. Juli bis 2. September 2016, Rathaus/Jugendgalerie

Einladung zur Ausstellungseröffnung... (pdf)

Daniela Schmid, I am just a woman..., “Wenn ich Menschlichkeit sehe, kann ich dich nicht so leicht töten”...

 

 

 

(Foto: FRA)

FRA-Grundrechtebericht 2016: Grundrechte in Zeiten der Migration

Mehr als eine Million Menschen suchten im Jahr 2015 Zuflucht in der EU – fünfmal mehr als im Vorjahr. In ihrem Grundrechte-Bericht 2016 untersucht die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) den Umfang und die Art dieser Herausforderung und nennt Maßnahmen, die die Achtung der Grundrechte innerhalb der EU gewährleisten sollen.

„Im letzten Jahr wurden die Grundrechte in der EU auf eine harte Probe gestellt, da viele der Freiheiten, Rechte und Werte angegriffen wurden, auf die sich Europa gründet“, so der Direktor der FRA, Michael O’Flaherty.

Der diesjährige Grundrechte-Bericht beleuchtet EU-weite Herausforderungen und Erfolge bei Grundrechtsfragen auf ganz unterschiedlichen Gebieten.

  • Angesichts der etwa 60 Millionen Menschen, die weltweit gewaltsam vertrieben wurden, steht die Migrationssituation weiterhin ganz oben auf der EU-Agenda. Die meisten Flüchtlinge, viele von ihnen Kinder, riskieren auf dem Weg nach Europa ihr Leben.
  • In vielen EU-Mitgliedstaaten wurde ein Anstieg rassistischer und fremdenfeindlicher Vorfälle beobachtet, verstärkt durch Ängste im Zusammenhang mit der Migrationssituation und mehreren Terroranschlägen. Die FRA berichtet, dass vor allem MuslimInnen und jüdische Gemeinschaften betroffen waren.
  • Die Terroranschläge machten erneut deutlich, wie schwierig es ist, den Schutz von personenbezogenen Daten und Privatsphäre einerseits und die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit andererseits in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Derzeit reformieren mehrere EU-Mitgliedstaaten ihren Rechtsrahmen für Nachrichtendienste, wodurch diese Dienste unter Umständen weitere eingreifende Befugnisse erhalten.

Als Nationale Kontaktstelle im Forschungsnetzwerk FRANET trug das ETC nicht nur zu dem heute in Wien vorgestellten Grundrechtebericht die Informationen zur Situation in Österreich bei, sondern auch zu den seit Oktober 2015 in regelmäßigen, derzeit monatlichen, Abständen veröffentlichten Berichten zu Asyl, Migration und Grenzen sowie zu den weiteren kürzlich publizierten Studien Ensuring justice for hate crime victims: professional perspectives und Professionally speaking: challenges to achieving equality for LGBT people

(30. Mai 2016)

 

 

 

(KU Leuven MOOC/Videostill)

Onlinekurs THE EU AND HUMAN RIGHTS jetzt im zweiten Durchgang

Nach einem erfolgreichen ersten Durchgang mit über 8.000 TeilnehmerInnen aus über 170 Ländern wird der MOOC (Massive Open Online Course) The EU and Human Rights im Rahmen des Forschungsprojekts FRAME jetzt noch einmal angeboten. Start des neuen Kurses ist am 21. Juni 2016.

Basierend auf dem Projekt FRAME (Fostering Human Rights Among European Policies), einem großen Forschungsprojekt im 7. Rahmenprogramm der EU  (FP7), bietet die Universität Leuven den sechswöchigen MOOC (Massive Open On-line Course) an für alle, die sich für Menschenrechte und für die EU sowie Europäisches Recht, Europäische Studien, Internationale Bezuiehungen, Global Governance etc. interessieren. Der Zugang zum Kurs ist offen, TeilnehmerInnen, die schon Basiskenntnissen der EU und des Menschenrechtssystems haben, werden die Einheiten aber leichter bewältigen können.

Der Studienplan umfasst menschenrechtliche Grundlagen mit der EU im Zentrum des Interesses. Schlüsselfragen sind beispielsweise:

  • Welche Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, die EU zu einer positiven oder negativen Kraft für Menschenrechte zu machen? Ein Beispiel ist die Wirtschaftskrise: Welche Auswirkungen hat(te) sie auf die Rechte von menschen innerhalb und außerhalb der EU?
  • Mit welchen AkteurInnen  - UnterstützerInnen oder GeberInnen, muss sich die EU befassen, um Menschenrechte erfolgreich zu fördern? Die Beispiele umfassen NGOs, Unternehmen und andere internationale Organisationen wie den Europarat oder die Vereinten Nationen.
  • Welchen Einfluss haben Schlüsselpolitiken der EU in jenen Bereichen, in denen sie aktiv ist? Die Beispiele umfassen Handel, Entwicklung, Migration, Sozialpolitik oder internationales krisenmanagement.

Ziel des Intensivkurses ist es, das Verständnis der TeilnehmerInnen dafür, wie die EU, allein oder in Kooperation mit anderen lokalen oder globalen, staatlichen oder nichtstaatlichen AkteurInnen, Menschenrechte weltweit besser fördern und verteidigen kann, zu verbessern.

Kursbeginn: 21. Juni 2016

Kosten: Keine!

Anmeldung ab sofort!

Mehr dazu...

 

(25. Mai 2016)

 

 

 

Kenne deine Rechte-RadakteurInnen Klepeisz, Schmid beim Videotraining

JUNG, KREATIV, INTERESSIERT AN MENSCHENRECHTEN

Es ist wieder einmal so weit: Kenne deine Rechte, die junge Online-Plattform des Grazer Menschenrechtsbeirats, bereitet sich auf das neue, mittlerweile siebente Jahr vor und sucht wieder motivierte junge Menschen für das Team im Schuljahr 2016/17.

Bereits seit Herbst 2010 engagieren sich Jugendliche mit Interesse an (Online-)Journalismus und Menschenrechten im Projekt und publizieren ihre Artikel, Interviews, Glossen, Fotos, Videos, etc. auf der Website, die sich seit dem Relaunch im letzten Jahr auch in völlig neuem Gewand präsentiert.

Wer kann sich bewerben?

Wer sich bewerben will, sollte zwischen 14 und 24 Jahre alt sein, Interesse und auch etwas Talent für Journalismus, Interviews, Filmen sowie natürlich an Menschenrechten, Gesellschaft und Politik mitbringen. Wer es ins Team schafft, sollte im nächsten Schuljahr Zeit für die eine oder andere gemeinsame Aktivität wie Einführungsworkshop und Outdoor-Teambuilding und natürlich für das Recherchieren und Verfassen von drei bis fünf Beiträgen oder die Teilnahme an der Umsetzung kleinerer Filmprojekte aufbringen.

Wie kann man sich bewerben?

Bewerben  kann man sich ab sofort bis spätestens 31. Juli mit einem einfachen E-Mail, bitte mit Lebenslauf und Probetext oder Kurzfilm, an office@kennedeinerechte.at.

Wie kann man "Kenne deine Rechte" unterstützen?

Das Projekt lebt vom Engagement des Redaktionsteams. Helfen Sie uns, die nächste Generation von MenschenrechtsjournalistInnen zu finden!

-  Geben Sie die Information über die Ausschreibung weiter: an Verwandte und Bekannte, an Schülerinnen und Schüler, an alle, von denen Sie meinen, dass sie zu KENNE DEINE RECHTE passen.

-  Verbreiten Sie die Ausschreibung über Ihre Kontakte (KollegInnen, Facebook etc.)

- Last, not least: Lesen, liken, kommentieren Sie die laufenden Beiträge!

Jeden Donnerstag neu auf www.kennedeinerechte.at und www.facebook.com/kennedeinerechte

(19. April 2016)

 

Flyer: Ausschreibung Kenne deine Rechte Schuljahr 2016/17... (pdf)

 

 

 

Foto: Schubidu-Quartett

FRAUEN-SEILSCHAFTEN - Eine Pop-Up-Galerie zum Thema Frauenrechte

Frauen und Männer haben theoretisch gleiche Rechte. Die Realität sieht global gesehen leider anders aus: Weltweit sind Frauen und Mädchen von Menschenrechtsverletzungen betroffen, nur weil sie Frauen und Mädchen sind. Genitalverstümmelung, Frauenhandel, häusliche Gewalt, Zwangsheirat sowie Nachteile am Bildungs- und Arbeitssektor sind Zeugnisse von Gewalt gegen Frauen. Es ist also immer Zeit dagegen mit Haltung und Stimme aufzutreten.

Eine Gruppe von Grazerinnen und Grazern gab in einer Aktion im öffentlichen Raum dem Protest ein Gesicht und den Wünschen Gesichter: Die Aktion „Frauen-Seilschaften“ lädt Grazer BürgerInnen zum Austausch darüber, wie Frauen und Männer sich zivilgesellschaftlich für die Achtung von Frauenrechten einbringen können. Viele schlossen sich gleich vor Ort in der Grazer Herrengasse der Aktion an und ließen sich mit Fotos und Slogans, die dem gemeinsamen Anliegen dienen, fotografieren. So entsteht eine Seilschaft, im wahrsten Sinn des Wortes plakativ und zugleich ein Stück Netzwerk für eine gerechtere Gesellschaft. Die Bilder sind on-line zu sehen und werden von den AktionspartnerInnen sukzessive auch auf ihren Facebookseiten gepostet - immer wieder ein Anlass (wie beispielsweise das nebenstehende Bild), Diskussionen über Fakten und Slogans aufflammen zu lassen. Auch physisch soll sich die Ausstellung auf Wanderschaft begeben und kann zu diesem Zweck beim Afro-Asiatischen Institut Graz gebucht werden.

Eine Aktion des Afro-Asiatischen Instituts Graz in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, Caritas - Für Frauen & Mädchen, ETC – Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie, Friedensbüro, Unabhängiges Frauenbeauftragten-Kollektiv & Grazer Frauenrat im Rahmen der Aktionstage der Politischen Bildung 2016

(16. Mai 2016)

 

Pop-up-Galerie...

 

 

 

 

(Foto: Florian Schinnerl/Kenne deine Rechte)

Von Kopf bis Fuß auf Filme eingestellt: ETC goes fragments

More than just films: Menschenrechte im Alltag wirksam werden lassen

Beim Thema „Menschenrechte“ fallen vielen zuallererst Menschenrechtsverletzungen ein, die  „weit weg von uns“ begangen werden, uns daher nicht betreffen. Also geht uns das eh nichts an? Ist bei uns alles in Ordnung? Nein.

Zum einen zeigen die Fluchtbewegungen unserer Zeit, dass auch Menschenrechtsverletzungen in fernen Ländern Auswirkungen hier in Österreich, in Graz haben. Zum anderen wird in der Aufwertung, die das Thema Menschenrechte in den letzten Jahrzehnten erfahren hat, immer deutlicher, dass die Umsetzung von Menschenrechten immer an Ort und Stelle erfolgen muss. Deklarationen, Konventionen und andere völkerrechtliche Vereinbarungen bilden den rechtlichen Rahmen, auf den man sich berufen kann. Sie setzen die Standards, die nicht unterschritten werden dürfen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Rechte erfolgt aber oft auf der Ebene der Städte und Gemeinden. Sie zeigt sich in den einzelnen, auch budgetären, Entscheidungen von Schulausstattung bis Sozialhilfe.

Die Stadt Graz hat sich in ihrer Menschenrechtserklärung von 2001 dazu verpflichtet, Menschenrechte zur Leitlinie ihres Handelns zu machen. An der Umsetzung dieses Leitgedankens arbeiten neben BeamtInnen der Stadt und AkteurInnen der Zivilgesellschaft auch das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie Graz und dessen universitäre Verankerung, das UNI-ETC, durch Forschung, Bildung, Consulting und Publikationen mit. Mit ihrem interdisziplinären Zugang sorgen die beiden Zentren für eine Vernetzung aller Aspekte von Demokratie und Menschenrechten in Forschung und Vermittlung und für die stärkere Präsenz dieser Themen im universitären Umfeld.

Um Menschenrechte im Alltag wirksam werden zu lassen, bedarf es einer umfassenden Menschenrechtsbildung. Nur wenn jeder seine Rechte und die seiner Mitmenschen kennt und über ihren konkreten Inhalt Bescheid weiß, kann eine effektive Um- und Durchsetzung garantiert werden.

Filme sind dabei ein besonders geeignetes Mittel um die öffentliche Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsthemen zu richten, Probleme aufzuzeigen, aber eben auch das Wissen um die betroffenen Rechte zu vermitteln. Wir freuen uns daher, Teil des ersten Grazer Menschenrechtsfilmfestivals zu sein, und so einen weiteren Beitrag zur Vermittlung und Umsetzung von Menschenrechten auf lokaler Ebene leisten zu können.

Gemeinsam mit dem fragments-Team wurde ein Rahmenprogramm zusammengestellt, das verschiedene Aspekte der Menschenrechte und das Schwerpunkt Thema „Flucht“ beleuchtet. Über die Filmscreenings hinaus sollen weitere Perspektiven des Erlebens und Verstehens eröffnet werden.

(14. April 2016)

 

fragments Grazer Filmfestival der Menschenrechte 21.-25. April 2016...

Rahmenprogramm (Ausschnitt)...

 

 

 

 

(Foto: Adpolis)

Auftakttreffen zum Projekt ADPOLIS - Antidiscrimination policies successfully implemented

Zum Auftakt des Forschungsprojekts ADPOLIS - Antidiscrimination policies successfully implemented (2016-2018) fand am 4. und 5. Februar 2016 ein Treffen aller ForschungspartnerInnen, der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) und der UNESCO  in Potsdam statt.

Das Projekt soll Erfolgsfaktoren von Politiken gegen rassistische Diskriminierung herausarbeiten und damit deren Umsetzung in europäischen Städten unterstützen.

Mehr zum Projekt…

ADPOLIS wird von der Europäischen Union kofinanziert (DG Justice, Rights, Equality and Citizenship Programme, JUST/2014/RDIS/AG/DISC/8084).

(12. Februar 2016)

 

 

 

 

"Menschenrechte besser verstehen" - Präsentation des arabischen Manuals zur Menschenrechtsbildung in Tunis

Eines der jüngeren Kinder in unserer großen Manualfamilie ist die zweite, überarbeitete und neu übersetzte arabische Fassung, die wir in Kooperation mit dem Ramallah Centre for Human Rights Studies erstellen konnten.

Ende Jänner wies Bundespräsident Heinz Fischer bei einem Staatsbesuch in Tunesien auf die bedeutung der Menschenrechte hin und übergab dem tunesischen Parlamentspräsidenten Mohamed Ennaceur das arabische Manual. Wolfgang Benedek präsentierte auf einer Tagung im Rahmen der Kooperationen der Universitäten Graz und Sousse die Inhalte des Handbuchs und führte in die Methodik der Menschenrechtsbildung ein: "Das Entscheidende ist, dass die Menschen sich über ihre Rechte informieren und lernen, diese dann auch einzusetzen." Die tunesischen Gastgeber wiesen auf die Wichtigkeit der Menschenrechte für die Konsolidierung der jungen tunesischen Demokratie hin.

Wer Arabisch kann, kann das Manual natürlich auf unserer Website lesen, auch ohne Arabischkenntnisse kann man einen kurzen Ö1-Beitrag zur Präsentation nachhören.

Gefördert wurde die Neuauflage des arabischen Manuals durch das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Steiermark und die Stadt Graz.

(5. Februar 2016)

 

 

 

 

Nagl, Vollath (Foto: Schmiedl/ETC)

Das Streben nach Glück und der Wille zum Recht - 15 Jahre Menschenrechtsstadt

Am 8. Februar 2001 verabschiedete der Grazer Gemeinderat einstimmig die Menschenrechtserklärung der Stadt Graz und machte Graz damit zur ersten Menschenrechtsstadt in Europa. Anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und (uns) zu fragen, welche menschenrechtlichen Auswirkungen diese Selbstverpflichtung hatte, welche Erwartungen die Menschenrechtsstadt erfüllt und welche sie enttäuscht hat.

Diese Fragen leiteten die Podiumsdiskussion 15 Jahre Menschenrechtsstadt - Bilanz und Ausblick, zu der das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC Graz) und der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz am 26. Jänner 2016 in das ORF-Landesstudio Steiermark einluden. An dieser quasi offiziellen Eröffnung des Jubiläumsjahres 2016, moderiert von Gernot Rath (ORF Steiermark), nahmen Landtagspräsidentin Bettina Vollath, Bürgermeister Siegfried Nagl, Altbürgermeister Alfred Stingl, der Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates, Elke Lujansky-Lammer, sowie Klaus Starl (ETC Graz - Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte) und Wolfgang Benedek (Uni Graz).

In seinem einleitenden Impuls zählte Wolfgang Benedek Erfolge und Meilensteine der Menschenrechtsstadt auf und benannte dann anhand der Menschenrechtserklärung von 2001 auch Defizite und Probleme, wie etwa die Nichtrealisierung der Menschenrechtsbildungsstrategie, die Verzögerungen bei der Servicestelle für Bettler und Bürger und die fehlende Befassung des Menschenrechtsbeirates bei menschenrechtlichen Herausforderungen wie zuletzt der Flüchtlingsproblematik...

(27. Jänner 2016)

 

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Fotos von der Podiumsdiskussion...

 

 

 

UND FRIEDE AUF ERDEN ist wohl der passendste Wunsch zum Ende dieses Jahres 2015, das es uns nicht mehr erlaubt hat, wegzuschauen, sondern die Konflikte der Welt unübersehbar bis vor unsere Haustüren getragen hat.
UND FRIEDE AUF ERDEN ist ein Wunsch, der auf beiden Seiten unserer Türschwellen seine Gültigkeit hat, im häuslichen Frieden ebenso wie im gesellschaftlichen.
UND FRIEDE AUF ERDEN mag als Neujahrsvorsatz gefasst werden. Möge er im Kleinen wie im Großen nicht den üblichen Weg der guten Vorsätze gehen!

Mit den besten Wünschen für die Feiertage
und das Neue Jahr 2016!

Renate Kicker
Wolfgang Benedek
Klaus Starl
sowie das Team des ETC Graz

 

 

Das ETC Graz ist von 24. Dezember 2015 bis einschließlich 3. Jänner 2016 geschlossen. Ab 4. Jänner sind wir dann wieder erreichbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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